Zehn Jahre und Schluss

zehn

Das Kind, das hier vor seiner Kerze sitzt, ist zehn Jahre alt. Sicher unnötig, lange drauf herumzureiten, dass das ein besonderes Datum ist, klar, dass das zehn tolle erste Lebensjahre waren – aber es ist ein besonderes Datum.

Zehn Jahre, vom Baby bis zum Ende der Grundschule, hat hier unter dem Pseudonym eines Mädchens in Wahrheit der Papi gebloggt. Das Mädchen wird als nächstes ans Gymnasium gehen, und da weht vermutlich unter Mitschülern ein anderer Wind. Auch ist ein Teenager sehr wohl imstande, für sich selbst zu reden. Deshalb wird der Papi dies Blog in dieser Form hier schließen. Die Adresse bleibt stehen, vielleicht ist die junge Dame einmal interessiert, hier selbst Inhalte zu veröffentlichen, aber das ist dann eben ihres. Vielleicht ist Bloggen dann auch total out, und es wird Facebook, Instagram oder Snapchat. Der Alte schweigt.

Zahn raus, spektakulärer

Heute war Lisa auf einem Kindergeburtstag im Klettergarten „Halle Mensch„. Das hat ihr riesigen Spaß gemacht, im Klettern ist sie gut, und zudem waren die Gäste nur Mädchen plus der eine Junge, mit dem sie gut kann (ob das für den Jungen toll war, weiß ich nicht ganz so sicher…).

Und am Abend fehlte dann der rechte obere Eckzahn, der partout nicht raus wollte und schon ganz hässlich abgewinkelt stand. Sie hatte den Verlust gar nicht bemerkt und konnte unmöglich sagen, ob man ihn nun in einem Muffin oder im Sand des Beachvolleyballfelds suchen sollte. Einer weniger für die Zahnfee.

Flötötenschau

Lisa hat mal wieder einen öffentlichen Auftritt hingelegt, und auf der Martinsfeier der Schule „Auf den Straßen auf und nieder“ geflötet.

Bemerkenswert war dabei nicht so sehr die Qualität des Konzerts, sie spielt noch nicht lange Flöte, als vielmehr das Konzertmanagement: Sie hat es sich ganz allein und heimlich in den Kopf gesetzt, niemand, weder Eltern noch Lehrerin, bis kurz vorher bescheid gesagt. Viel geübt hat sie auch nicht („wenn ich jetzt wie verrückt geübt hätte, dann hättest du es doch gewußt…“).

Lesewettbewerb

Anscheinend schon seit zwölf Jahren veranstaltet Lisas Schule einen kleinen Lesewettbewerb, bei dem die besten Leser jeder Jahrgangsstufe ermittelt werden.

Lisa war eine von zweien, die für ihre Klasse ausgewählt wurden, und sie wurde Jahrgangszweite! Sicher und völlig immun gegen Lampenfieber trug sie ihren Text vor, konnte nur nicht gegen ihren Klassenkameraden Max K. ankommen, der ein geborener Schauspieler ist und mit seinem Auftritt und seiner Betonungsstärke sofort beim Film anfangen könnte.

Bronze

Juhu, Lisa hat das Schwimmabzeichen in Bronze! Ganz ohne Kurs, haben wir einfach zusammen mit einer Freundin ein paar Wochen lang einmal pro Woche geübt, und uns dann vom Hallenmeister die Prüfung abnehmen lassen. So geht das. 1,95 kostet der Stoffaufnäher…

Glückwunsch!

Es wird weitergeschwommen: Lisa wird in Zukunft bei der DLRG mitschwimmen.

Lisa singt im Chor

Lisa singt gern im Schulchor. Der tritt sogar ab und zu auf, z. B. bei der Adventsfeier von St. Ursula, oder beim öffentlichen Weihen eines Weihnachtsbaums.

Beim Chorsingen hat Lisa ordentlich Lampenfieber, und vergißt vor Aufregung schon mal das Mitsingen. Was mich wundert, denn Soloauftritte schafft sie ohne diese Aufregung…

Radfahren und Volker Rosin

Mit dem Fahrrad zum Flughafenfest! Das sind hin und zurück immerhin ca. 15km, und das ist für die beiden Kleinen schon mal eine Leistung.

Christian fährt ja nun fast jeden Tag zum Kindergarten, aber Lisa hat noch keine Routine, tut sich schwer mit dosiertem Bremsen an leichtem Gefälle oder dem Abschätzen, ob sie an einer Engstelle jetzt wohl gut durchkommt. Trotzdem hat sie sich sehr gut geschlagen. (Und Christian ist auch einmal gestürzt, jawohl…)

Dagegen ist ein Volker-Rosin-Auftritt mit Autogramm schon fast eine Routineangelegenheit…

Hauptgewinn

Den Hauptgewinn haben natürlich wir gezogen mit unseren Kindern. Beim Gemeindefest an diesem Wochenende aber standen vielen Erwachsenen die Münder offen, denn Lisa schleppte den Hautpgewinn der Tombola, ein Handy, ab.

Da Lisa selbst nicht wirklich reif für ein Handy ist, haben wir es ihr im Tausch gegen ein Spielzeug „abgeschwatzt“. Es stellte sich im Nachhinein auch als leichte Mogelpackung heraus, da es nämlich ein SIM-Lock hat.

Rheinturm ohne Höhenangst

Andrea und ihre Familie waren aus Berlin zu Besuch, und zum Tourismusprogramm gehörte diesmal auch ein Aufstieg auf den Rheinturm. Ich war etwas in Sorge, denn Lisa ist ja nicht eben angstfrei, Fahrstühle gehören definitiv nicht zu ihren Highlights, und Höhen – keine Ahnung, das hatten wir noch nicht ausprobiert.

Die Sorge stellte sich als unbegründet heraus, Lisa kam wunderbar klar, freute sich am weiten Ausblick auf Orte wie das EvK und den Aaper Wald, und störte sich auch nicht an den bodentiefen Panoramafenstern und den wirklich ziemlich vielen Menschen im Aufzug.

Rosenmontags-Radeln

Der Karnevalsumzug am Montag in Ratingen war wunderschön, bei tollem Wetter, und am Nachmittag war noch Zeit für eine kleine Fahrradübung. Und schau an, auch Lisa hat jetzt das Anfahren geschafft. Geradeausfahren kann sie schon, jetzt bleibt Bremsen (und zwar bei beiden dringendst…).

Die gute Nachricht… und die schlechte…

Die gute und die schlechte Nachricht sind dieselbe: Lisa liest. So wurde sie kürzlich in der Klasse in die Gruppe der lesestarken Kinder aufgenommen, die schon mal eine Stunde in die Bibliothek gehen können und ein Antolin-Kennwort haben. Liest alles und überall.

– Und liest auch abends, wenn sie schlafen sollte. Und hat heute in der Straßenbahn in der BILD-Zeitung des Fahrgasts gegenüber etwas über Tierversuche gelesen, mich danach gefragt, und sich mit meiner Erklärung dann sehr gequält (half nicht, daß der Artikel auch mit einem drastischen Foto illustriert war). Fast geweint und mich gefragt, wieso Gott so böse Dinge zuläßt. Puh, es wird nicht leichter.

Vorlesung

Lesen ist schon was Spannendes. Waren es anfangs Großbuchstaben und Lisa war stolz, die Kleinbuchstaben dazuzulernen, so daß sie Worte auf Packungen lesen konnte, sind es seit Anfang Januar ganze Sätze – unser „Frag doch mal die Maus“-Kalender hat kurioses Kinderwissen für jeden Tag, und Lisa liest begeistert beim Frühstück die Frage vor. Gestern nun brachte Mami von der Geschäftsreise einen Leseraben mit, und da kann Lisa schon ganz allein ganze Geschichten lesen (es sind nur wenige Zeilen auf einer Seite). Hurra!

Als ich Lisa selbst diesen Zeitablauf beim Abendessen erzählte und fragte, „ist es nicht toll, so viel neues zu lernen?“ leuchteten ihre Augen…

Skischulrennerin

Zwar hat es bei Lisa nur für den vierten Rang ihrer Gruppe gereicht, sie wurde beim Abschlußrennen der Skischule von ihrem kleineren Bruder geschlagen. Auch die „Blue Queens“ wird sie in der nächsten Saison noch einmal wiederholen. Aber Lisa, die manches eben etwas bedächtig macht, entwickelt sich definitiv auch zu einer guten Skiläuferin. Und sie findet Spaß daran!

Schulklassen-Weihnachtsfeier

Die Klasse 1A von Frau H. feierte Weihnachten, und es war wunderschön. Eifrige Eltern hatten ein Buffet zusammengestellt, und Frau H. und einige Mütter hatten mit den Kindern Lieder und Gedichte einstudiert.

Auch Lisa hatte ein Gedicht auswendig gelernt, „Ein neugieriger Stern“ von Max Bolliger. Sie trug es sicher und mit klarer Stimme vor. Lisa ist oft ängstlich, aber Lampenfieber scheint sie nicht zu kennen…

Besonders schön war es auch, zu sehen, wie begeistert Lisa von ihren Mitschülern begrüßt wurde. Es war für uns ein sehr schöner Nachmittag.