Flötötenschau

Lisa hat mal wieder einen öffentlichen Auftritt hingelegt, und auf der Martinsfeier der Schule „Auf den Straßen auf und nieder“ geflötet.

Bemerkenswert war dabei nicht so sehr die Qualität des Konzerts, sie spielt noch nicht lange Flöte, als vielmehr das Konzertmanagement: Sie hat es sich ganz allein und heimlich in den Kopf gesetzt, niemand, weder Eltern noch Lehrerin, bis kurz vorher bescheid gesagt. Viel geübt hat sie auch nicht („wenn ich jetzt wie verrückt geübt hätte, dann hättest du es doch gewußt…“).

Lesewettbewerb

Anscheinend schon seit zwölf Jahren veranstaltet Lisas Schule einen kleinen Lesewettbewerb, bei dem die besten Leser jeder Jahrgangsstufe ermittelt werden.

Lisa war eine von zweien, die für ihre Klasse ausgewählt wurden, und sie wurde Jahrgangszweite! Sicher und völlig immun gegen Lampenfieber trug sie ihren Text vor, konnte nur nicht gegen ihren Klassenkameraden Max K. ankommen, der ein geborener Schauspieler ist und mit seinem Auftritt und seiner Betonungsstärke sofort beim Film anfangen könnte.

Lisa singt im Chor

Lisa singt gern im Schulchor. Der tritt sogar ab und zu auf, z. B. bei der Adventsfeier von St. Ursula, oder beim öffentlichen Weihen eines Weihnachtsbaums.

Beim Chorsingen hat Lisa ordentlich Lampenfieber, und vergißt vor Aufregung schon mal das Mitsingen. Was mich wundert, denn Soloauftritte schafft sie ohne diese Aufregung…

Die gute Nachricht… und die schlechte…

Die gute und die schlechte Nachricht sind dieselbe: Lisa liest. So wurde sie kürzlich in der Klasse in die Gruppe der lesestarken Kinder aufgenommen, die schon mal eine Stunde in die Bibliothek gehen können und ein Antolin-Kennwort haben. Liest alles und überall.

– Und liest auch abends, wenn sie schlafen sollte. Und hat heute in der Straßenbahn in der BILD-Zeitung des Fahrgasts gegenüber etwas über Tierversuche gelesen, mich danach gefragt, und sich mit meiner Erklärung dann sehr gequält (half nicht, daß der Artikel auch mit einem drastischen Foto illustriert war). Fast geweint und mich gefragt, wieso Gott so böse Dinge zuläßt. Puh, es wird nicht leichter.

Vorlesung

Lesen ist schon was Spannendes. Waren es anfangs Großbuchstaben und Lisa war stolz, die Kleinbuchstaben dazuzulernen, so daß sie Worte auf Packungen lesen konnte, sind es seit Anfang Januar ganze Sätze – unser „Frag doch mal die Maus“-Kalender hat kurioses Kinderwissen für jeden Tag, und Lisa liest begeistert beim Frühstück die Frage vor. Gestern nun brachte Mami von der Geschäftsreise einen Leseraben mit, und da kann Lisa schon ganz allein ganze Geschichten lesen (es sind nur wenige Zeilen auf einer Seite). Hurra!

Als ich Lisa selbst diesen Zeitablauf beim Abendessen erzählte und fragte, „ist es nicht toll, so viel neues zu lernen?“ leuchteten ihre Augen…

Schulklassen-Weihnachtsfeier

Die Klasse 1A von Frau H. feierte Weihnachten, und es war wunderschön. Eifrige Eltern hatten ein Buffet zusammengestellt, und Frau H. und einige Mütter hatten mit den Kindern Lieder und Gedichte einstudiert.

Auch Lisa hatte ein Gedicht auswendig gelernt, „Ein neugieriger Stern“ von Max Bolliger. Sie trug es sicher und mit klarer Stimme vor. Lisa ist oft ängstlich, aber Lampenfieber scheint sie nicht zu kennen…

Besonders schön war es auch, zu sehen, wie begeistert Lisa von ihren Mitschülern begrüßt wurde. Es war für uns ein sehr schöner Nachmittag.

Mathe-Hausaufgaben

Freudestrahlender Ausruf: „Heute haben wir in Mathe auf, im Schnee zu tollen!“ Na gut, haben wir gemacht…

Frau Sch. ist offenbar eine patente Lehrerin. Lisa schob dann noch nach: „wir sollten dabei auch zählen, wie oft wir was gemacht haben, rodeln, Schneeengel machen und so.“ Na gut, das haben wir denn auch gerade noch gemacht.

GEBERIT

Es gibt so viel zu berichten aus der Schule, und es ist noch längst nicht alles klar und in Ordnung für die kleine Erstklässlerin. Da soll nicht in Vergessenheit geraten, daß es auch Gutes zu erzählen gibt.

Begreifen tut Lisa die Dinge nämlich wirklich schnell. Sie ist recht gut im Rechnen (also Addieren), und es geht jetzt auch mit dem Lesen los. Immer öfter sieht sie irgendwo ein Wort und liest es sich selbst vor – so schallte es eben auch kürzlich aus dem Keramikstübchen:

„Ge-be-rit!“ Das war alles in Großbuchstaben geschrieben, die kann sie schon gut. Leider sind so viele Sachen mit Kleinbuchstaben geschrieben, und die machen noch Mühe. Und wenn sie sich etwas wie eine komplizierte Schnörkelschrift aus einer Barbie-Broschüre raussucht, ist das auch nicht eben für Erfolgserlebnisse gut.

Jetzt sind Herbstferien, und in der ersten Woche ist sie im Ferienprogramm der OGS, und das macht ihr Spaß. Heute waren sie im Kino und haben „Ich – einfach unverbesserlich“ gesehen. Danach hat sie freiwillig noch etwas in ihrem Schmetterlingsheft geübt.

Schulkind nimmt den Pedibus

Zusammen mit den Nachbarskindern Sophie und Katja sowie deren älterem Bruder Konrad sind wir ein „Pedibus“ oder ein neudeutscher „Walking Bus“, also eine Laufgemeinschaft. Begleitet von einem wechselnden Elternteil läuft der Trupp die anderthalb Kilometer zur Schule.

Das ist ein Projekt, das sogar von der Stadt gefördert und mit einem Aktionstag am 22. September begangen wird (unsere Zeitung berichtet). Ziel ist es, das „Mamataxi“ nicht als scheinbar einzige Alternative dastehen zu lassen. Wichtig dafür ist natürlich gute Verkehrserziehung und deutlich sichtbare Kleidung (alle Kinder erhielten leuchtende Käppis) und Tonis (also solche, die die DIN 58124 erfüllen). Und spätestens wenn der Morgen dunkler und das Wetter schlechter wird, braucht es sicher auch eine Portion Durchhaltewillen. Für ganz bittere Tage steht die 712 bereit…

Schulkind läuft langsam rund

Nach einem schönen ersten Schultag war für Lisa die erste Woche in der Schule nicht so schön. Da gleich am 2. Tag Mami für eine Geschäftsreise in die Schweiz mußte, hatte Lisa massives Herzeleid, das sie immer wieder davon abhielt, die Schule, und vor allem ihren Nachmittagspart, die OGS, zu genießen. Mehrmals mußte ich sie mittags abholen, mehrmals mußte sie auch noch bei den Hausaufgaben weinen, wenn ihr die Erinnerung zurückkam.

Diese Woche nun läßt sich sehr viel vielversprechender an: Gestern hat Lisa den ganzen Tag in der OGS verbracht, und auch freudig erzählt, daß es auch da schön sei. Auch die Frau Sch., bei der sie Mathe hat und mit der sie in der ersten Woche wohl einmal aneinandergerasselt war, sei in Wahrheit schon viel lieber. Und jetzt genießt sie es auch, uns abends die Lieder vorzusingen, die sie in der Schule gelernt hat. Hausaufgaben hat sie allerdings scheinbar manchmal recht viele auf, es ist aber auch noch nicht ganz klar,  ob da nicht noch Mißverständnisse auftreten, die der erste Elternabend hoffentlich klären wird.

Schulkind

Tja, ist es denn die Möglichkeit? Aller Überraschung zum Trotz – es war doch erst gestern, daß wir ein Baby hatten, ein Kindergartenkind, ein… – ist es nach 6 Jahren so weit, daß, so lautet ein Beschluß, der Mensch was lernen muß. Und so saß Lisa nun heute morgen ganz schüchtern mit einer Meerjungfrauen-Schultüte im Arm bei Pfr. Geibel im Einschulungsgottesdienst, kurz darauf in der völlig überrannten, kleinen Aula der Carl-Sonnenschein-Schule, wo die Zweitklässler ihr ein Lied sangen, dann wurde sie zu Frau H. auf die Bühne gerufen, bekam eine Sonnenblume in die Hand gedrückt – es ging irgendwie alles unglaublich schnell, dann marschierte die Klasse 1a auch schon ab.

Nach der Schule saßen wir alle zusammen noch beim Chinesen. Jetzt gerade macht Lisa Hausaufgaben. Es scheint einfach, Schultüten nach einem System auszumalen, da Lisa aber gründlich malt, hat sie sicher gleich am ersten Tag eine gute  Stunde zu tun. Boh!

Wackelzahn

Was für ein schöner Samstagnachmittag! Bei perfektem Wetter wurde zunächst die von Omi und Opa geschenkte Wasserrutsche ausprobiert. Könnte kaum schöner sein, so eine Wasserrutsche auf dem hauseigenen Hang. Dann wurde mit Nachbars und Pfarrers gegrillt – und zur Krönung, jedenfalls aus Lisas Sicht, entdeckte sie dann auch noch einen Wackelzahn. Fast alle anderen Kinder aus der Schulanfängergruppe haben schon einen, oder prominente Zahnlücken. Wen kümmert es da, daß  Eltern und Zahnärzte es gut fanden, daß ihre Zähne länger fest blieben, weil das ein Zeichen von Zahngesundheit ist, wenn man keinen Wackelzahn vorweisen kann wie die anderen!

Sonnenschein, Carl

Ein Brief ist gekommen! Und an diesem Samstag sitzen sie überall in Düsseldorfer Wohnküchen, die Mamis und Papis, und lesen ihn ihren Kindern vor, denn an die ist er gerichtet:

Liebe Lisa, ich begrüße dich herzlich als Schülerin der Carl-Sonnenschein-Schule

Und alle hatten sich lang auf diesen Brief gefreut, und zumindest wir sind erleichtert, daß es geklappt hat und Lisa an dieser doch sehr begehrten – und doch immerhin katholischen – Schule angenommen wurde. Wir wußten seit vorgestern durch die Buschtrommel, daß es wohl so sei, und unsere Nachbarin Sophie und noch ein drittes Mädchen aus der Straße alle auch in eine Klasse kommen sollten, aber erst der Brief macht es „amtlich“. Juhu!

(Übrigens, Carl Sonnenschein war ein katholischer Priester und Wohltäter der Armen des frühen 20. Jahrhunderts; er hat seinen Namen nicht wirklich einer so großen Schule gegeben, daß sie von überall Kinder mit Schulbussen abholt – das tut das Schulbusunternehmen Sonnenschein…)

Vorschul-Intelligenztest

Jetzt war es soweit: Lisa hatte ihr Anmeldegespräch bei der Carl-Sonnenschein-Schule. OK, erwartet hatten wir, wir hätten das Anmeldegespräch, und Lisa solle dabei sein, damit sie sie einmal kennenlernen. Aber nein, unsere Rolle war neben dem Ausfüllen eines dreiseitigen Fragebogens relativ marginal. Lisa dagegen wurde einer Schultauglichkeitsprüfung auf Herz und Nieren unterzogen, mit der ich nicht so recht gerechnet hatte.

Zunächst wurde sie gebeten, ein Bild von einem Haus, einem Baum und sich selbst zu malen. Da Lisa sehr gründlich an solche Aufgaben herangeht und sich auch nicht hetzen läßt, war nach fünf Minuten erst das Haus fertig, und die Erde, aus der der Baum wachsen sollte. Dann waren wir dran, das Bild mußte also hinterher fertig gemalt und zu den Akten gelegt werden.

Wir wurden zu Frau G. hineingebeten, einer älteren Lehrerin, und nach kurzem Geplänkel zum Warmwerden ging es los: Ob Lisa ihren Namen auf das Bild schreiben könne (sie kann, aber wehe den Kindern, die Emilia-Emmalotte heißen…), ob sie ein paar der Bilder auf dem Buchstabenhaus benennen könne (kein Problem), ob sie bitte einmal einen großen Schaumstoffwürfel würfeln könne, und dann bitte die geworfene Augenzahl aus einer Dose mit farbigen Chips nehmen, noch einmal würfeln und diese Augenzahl von Chips einer anderen Farbe nehmen, und ob sie die Chips addieren könne. (Wie bitte? Addieren? Eine Fünfjährige? Aber klar doch, 5+3, abzählen ist ja erlaubt, und Lisa verzählt sich nur ein bißchen, also klar, machen wir.)

Zuletzt mußte sie eine Bildergeschichte auf Kärtchen in Reihenfolge bringen und nacherzählen. Das löste sie etwas eigenwillig, ein Kind war mit einem Stuhl auf einen Schrank geklettert, um an ein Bonbonglas zu kommen, dann fiel der Stuhl um und das Bonbonglas herunter. Lisas Schluß der Geschichte lautete einfach „und dann sitzt das Kind da.“ – „Und das Bonbonglas?“ – „Ist nicht mehr da.“ (Trifft zu, es war in tausend Scherben zerbrochen…)

Einen Eingangstest hat Lisa allerdings versemmelt: Sie gab der Frau G. nicht die hingehaltene Hand. Das wurde mit einem sehr mißbilligenden Blick bedacht.

Ich finde, daß Lisa sich insgesamt sehr gut gehalten hat, bin sehr stolz auf sie, und jetzt heißt es warten. Bis Februar.

Natt as so’n Katt

nasses Zeug

Lisa ist Schulanfängerin, sagte ich schon. Die Schulanfänger machen tolle Sachen, zum Beispiel in den Wald fahren zum Drachensteigenlassen.

Und da kommt dann ein Handyanruf aus dem Wald „Ihre Tochter ist in einen Graben gefallen und pitschnaß…“

Man denkt, das darf nicht wahr sein. Rast mit trockenem Zeug der kleinen Truppe entgegen – es herrschten 5°! – und wechselt an der Straßenbahnhaltestelle die Kleidung. Hoffentlich bleibt sie gesund…

Schulwahl

Es ist so weit, Lisa ist eine „Schulanfängerin“. Das heißt natürlich nicht etwa, daß sie schon in die Schule geht, sondern so heißen die Kinder im Kindergarten ein Jahr lang, bis sie ihn verlassen. Schulanfänger machen allerlei Vorbereitungen und Ausflüge – so waren sie gestern im Abraham-Haus, einer Ausstellung, die die verschiedenen Religionen Christentum, Judentum und Islam vorstellt. Gemeinsam mit den anderen hat Lisa dort ein frisches Brot selbst gebacken.

Für uns steht aber natürlich noch eine andere Entscheidung an: Schulwahl! Seit man in Düsseldorf  die Schulbezirksgrenzen aufgehoben hat, haben wir die freie Auswahl. So besuchen wir fleißig „Elterninformationsabende“ und „Tage der offenen Tür“. Hier die Schulen, die wir uns, teilweise zusammen mit der Nachbarin, deren Tochter auch zur Einschulung ansteht, angesehen haben:

  • Montessorischule am Farnweg – zwar fanden wir den Schulleiter im freien Vortrag unter bewußtem Verzicht auf eine Powerpoint-Präsentation ziemlich überzeugend, ob das Konzept von Maria Montessori aber wirklich das Wahre für unsere Lisa ist, da bin ich mir nicht so sicher.
  • BrehmschuleEvangelische Brehmschule – das wäre unsere konfessionelle Schule, und sie hat auch sehr überzeugende Punkte: so gefällt der neue Gebäudebestand und die „geschmackvoll“ eingerichteten Klassenzimmer (Lisa wollte sofort hier anfangen, weil die Leseecke in den Klassenzimmern so schön ist), und interessant ist das Konzept der integrierten OGS (heißt sicher anders, aber es schwirren einem die Fachbegriffe ja nur so um die Ohren), bei dem vormittags Erzieher am Unterricht teilnehmen und nachmittags Lehrer in den Ganztagsgruppen anwesend sind, aber die Schulleiterin überzeugte uns nicht ganz so sehr. Außerdem ist die Brehmschule die am weitesten Entfernte.
  • GutenbergschuleGutenbergschule – diese Gemeinschaftsgrundschule bietet mit die überzeugendste Präsentation. Der Schulleiter hatte am Informationsabend das ganze Kollegium versammelt und beantwortete im Vortrag vorweg fast alle Fragen, die aufkommen konnten, so daß für die Fragerunde nur die immer gleichen Fragen blieben: „werde ich einen Platz in der OGS kriegen?“ – „Das kann ich Ihnen nicht vor den Anmeldungen beantworten…“ Am Tag der offenen Tür konnte man die Klassen „live“ im Einsatz sehen. Das Gebäude ist ein im Wortsinne etwas altbackenes Backsteinhaus, aber der Zustand ist OK. Sie wird unsere zweite Wahl werden.
  • Carl-Sonnenschein-SchuleKatholische Carl-Sonnenschein-Schule – obwohl wir hier „falschgläubig“ sind, hoffen wir an dieser Schule aufgenommen zu werden. Auch hier wurde uns überzeugend das Angebot präsentiert, ein freundlicher Lehrkörper und ein vor wenigen Jahren erst grundauf neu gebautes Gebäude passen perfekt. Außerdem ist diese Schule die nächstgelegene. Und auch die Nachbarstochter soll da hin, das wäre natürlich super für beide Freundinnen. Am 26. Oktober ist Anmeldung.