Flötötenschau

Lisa hat mal wieder einen öffentlichen Auftritt hingelegt, und auf der Martinsfeier der Schule „Auf den Straßen auf und nieder“ geflötet.

Bemerkenswert war dabei nicht so sehr die Qualität des Konzerts, sie spielt noch nicht lange Flöte, als vielmehr das Konzertmanagement: Sie hat es sich ganz allein und heimlich in den Kopf gesetzt, niemand, weder Eltern noch Lehrerin, bis kurz vorher bescheid gesagt. Viel geübt hat sie auch nicht („wenn ich jetzt wie verrückt geübt hätte, dann hättest du es doch gewußt…“).

Bronze

Juhu, Lisa hat das Schwimmabzeichen in Bronze! Ganz ohne Kurs, haben wir einfach zusammen mit einer Freundin ein paar Wochen lang einmal pro Woche geübt, und uns dann vom Hallenmeister die Prüfung abnehmen lassen. So geht das. 1,95 kostet der Stoffaufnäher…

Glückwunsch!

Es wird weitergeschwommen: Lisa wird in Zukunft bei der DLRG mitschwimmen.

Radfahren und Volker Rosin

Mit dem Fahrrad zum Flughafenfest! Das sind hin und zurück immerhin ca. 15km, und das ist für die beiden Kleinen schon mal eine Leistung.

Christian fährt ja nun fast jeden Tag zum Kindergarten, aber Lisa hat noch keine Routine, tut sich schwer mit dosiertem Bremsen an leichtem Gefälle oder dem Abschätzen, ob sie an einer Engstelle jetzt wohl gut durchkommt. Trotzdem hat sie sich sehr gut geschlagen. (Und Christian ist auch einmal gestürzt, jawohl…)

Dagegen ist ein Volker-Rosin-Auftritt mit Autogramm schon fast eine Routineangelegenheit…

Rosenmontags-Radeln

Der Karnevalsumzug am Montag in Ratingen war wunderschön, bei tollem Wetter, und am Nachmittag war noch Zeit für eine kleine Fahrradübung. Und schau an, auch Lisa hat jetzt das Anfahren geschafft. Geradeausfahren kann sie schon, jetzt bleibt Bremsen (und zwar bei beiden dringendst…).

Die gute Nachricht… und die schlechte…

Die gute und die schlechte Nachricht sind dieselbe: Lisa liest. So wurde sie kürzlich in der Klasse in die Gruppe der lesestarken Kinder aufgenommen, die schon mal eine Stunde in die Bibliothek gehen können und ein Antolin-Kennwort haben. Liest alles und überall.

– Und liest auch abends, wenn sie schlafen sollte. Und hat heute in der Straßenbahn in der BILD-Zeitung des Fahrgasts gegenüber etwas über Tierversuche gelesen, mich danach gefragt, und sich mit meiner Erklärung dann sehr gequält (half nicht, daß der Artikel auch mit einem drastischen Foto illustriert war). Fast geweint und mich gefragt, wieso Gott so böse Dinge zuläßt. Puh, es wird nicht leichter.

Vorlesung

Lesen ist schon was Spannendes. Waren es anfangs Großbuchstaben und Lisa war stolz, die Kleinbuchstaben dazuzulernen, so daß sie Worte auf Packungen lesen konnte, sind es seit Anfang Januar ganze Sätze – unser „Frag doch mal die Maus“-Kalender hat kurioses Kinderwissen für jeden Tag, und Lisa liest begeistert beim Frühstück die Frage vor. Gestern nun brachte Mami von der Geschäftsreise einen Leseraben mit, und da kann Lisa schon ganz allein ganze Geschichten lesen (es sind nur wenige Zeilen auf einer Seite). Hurra!

Als ich Lisa selbst diesen Zeitablauf beim Abendessen erzählte und fragte, „ist es nicht toll, so viel neues zu lernen?“ leuchteten ihre Augen…

GEBERIT

Es gibt so viel zu berichten aus der Schule, und es ist noch längst nicht alles klar und in Ordnung für die kleine Erstklässlerin. Da soll nicht in Vergessenheit geraten, daß es auch Gutes zu erzählen gibt.

Begreifen tut Lisa die Dinge nämlich wirklich schnell. Sie ist recht gut im Rechnen (also Addieren), und es geht jetzt auch mit dem Lesen los. Immer öfter sieht sie irgendwo ein Wort und liest es sich selbst vor – so schallte es eben auch kürzlich aus dem Keramikstübchen:

„Ge-be-rit!“ Das war alles in Großbuchstaben geschrieben, die kann sie schon gut. Leider sind so viele Sachen mit Kleinbuchstaben geschrieben, und die machen noch Mühe. Und wenn sie sich etwas wie eine komplizierte Schnörkelschrift aus einer Barbie-Broschüre raussucht, ist das auch nicht eben für Erfolgserlebnisse gut.

Jetzt sind Herbstferien, und in der ersten Woche ist sie im Ferienprogramm der OGS, und das macht ihr Spaß. Heute waren sie im Kino und haben „Ich – einfach unverbesserlich“ gesehen. Danach hat sie freiwillig noch etwas in ihrem Schmetterlingsheft geübt.

Beinahe-Seepferdchen

Daß Lisa in ihrem Schwimmkurs zu Hause partout nicht recht Fortschritte machen sollte, nahm uns schon länger wunder. Hier nun auf dem Hof haben wir einen gut geheizten Pool und baden jeden Tag entweder dort oder in der Ostsee. Und hier macht sie jetzt riesige Fortschritte.

Für die dritte Ferienwoche haben wir sie noch zu einem Schwimmkurs angemeldet. So sind wir ziemlich sicher, daß sie mit dem „Seepferdchen“-Abzeichen nach Hause gehen wird.

LAECKFIG

Na, wer denkt da mit etwas Phantasie und Honi-soit-qui-mal-y-pense an etwas Anstößiges? Lisa drückte mir jedenfalls heute nach dem Kindergarten einen Zettel in die Hand, auf dem sie eben dies in großen Buchstaben notiert hatte. Ich fragte sie, was da stehe, und sie sagte mir, das wisse sie nicht, sie habe es einfach so aufgeschrieben. „LAECKFIG“ sagte ich, und sie lachte, und sagte, ach, das habe sie also geschrieben, was denn das sei…

Mit anderen Worten, sie kennt und beherrscht alle Buchstaben, aber kann sie noch weder lesend noch schreibend so richtig zu Worten verbinden. Irgend etwas muß sie in der Schule ja auch noch lernen…

Skiferien: Blaue Prinzessin

Nach zwei Wochen in den Skiferien hat Lisa den Kurs „Blue Princess“ absolviert und auch die Anstecknadel dazu erhalten. Weil sie eher bedächtig fährt (und z. B. den Sinn eines Abschlußrennens, sich zu beeilen, gar nicht einsehen mochte), hat sie noch ein „du mußt noch etwas üben“ im Buch stehen – das freut sie, denn dann kann sie beim nächsten Mal wieder mit Christian zusammen in die Klasse. Dabei hat sie schon alles Mögliche mit der Mami gemacht, einmal sogar die Talabfahrt, und das ist eine rote Piste! Die „große“ blaue Piste, die dem Papi immer noch Schluckbeschwerden verursacht, fährt sie schon tausendmal und ganz entspannt, selbst Sessellift ist sie schon gefahren.

Es freut uns sehr, denn Lisa ist im Alltag nicht immer die große Sportskanone, aber das Skifahren hat ihr wirklich Spaß gemacht.

Lisas Brief an die Urgroßmutter

Zu Weihnachten gab es von der Urgroßmutter Geschenke, eine Zugabe zum Skiurlaub im Januar. Also setzte sich Lisa ran, ihr zusammen mit Mami zum Dank einen Brief zu schreiben.

Lisas Brief an die Urgroßmutter

Also: Mami hat mit ihr zusammen die Buchstaben angesagt, denn wirklich schreiben kann sie definitiv noch nicht mehr als einzelne Worte. Aber den Stift geführt hat nur sie allein.

Adventssingen

Alle Jahre wieder macht unsere Stadtteilbücherei mit dem Kantor der Christuskirche, Herrn Enk, ein Adventssingen. Es war sehr schön, auch wenn diesmal nicht so viele Kinder da waren wie letztes Jahr.

Und Lisa hat uns alle beeindruckt: Als Herr Enk die Kinder fragte, ob sie ein Lied zum Advent wüßten, stand Lisa auf und trug ganz allein vor:

Im Advent, im Advent
ist ein Licht erwacht.
Und es leuchtet, und es scheint
durch die dunkle Nacht.

Seid bereit, seid bereit!
Denn der Herr aller Herren ist nicht mehr weit.
Seid bereit, seid bereit!
Ja, der Herr aller Herren, der uns befreit.

Wir haben das nicht mit ihr geübt, und ich habe sie auch noch nie vor so vielen Menschen frei vorsprechen sehen. Auch der Kantor war beeindruckt, und als er sie fragte, ob sie es auch singen könne, sang sie die Strophe noch einmal, ganz klar und deutlich. (Leider ist sie noch nicht so gut darin, die richtigen Töne zu treffen.)

Wir waren sehr stolz, und ich verdrückte ein kleines Tränchen.

Vorschul-Intelligenztest

Jetzt war es soweit: Lisa hatte ihr Anmeldegespräch bei der Carl-Sonnenschein-Schule. OK, erwartet hatten wir, wir hätten das Anmeldegespräch, und Lisa solle dabei sein, damit sie sie einmal kennenlernen. Aber nein, unsere Rolle war neben dem Ausfüllen eines dreiseitigen Fragebogens relativ marginal. Lisa dagegen wurde einer Schultauglichkeitsprüfung auf Herz und Nieren unterzogen, mit der ich nicht so recht gerechnet hatte.

Zunächst wurde sie gebeten, ein Bild von einem Haus, einem Baum und sich selbst zu malen. Da Lisa sehr gründlich an solche Aufgaben herangeht und sich auch nicht hetzen läßt, war nach fünf Minuten erst das Haus fertig, und die Erde, aus der der Baum wachsen sollte. Dann waren wir dran, das Bild mußte also hinterher fertig gemalt und zu den Akten gelegt werden.

Wir wurden zu Frau G. hineingebeten, einer älteren Lehrerin, und nach kurzem Geplänkel zum Warmwerden ging es los: Ob Lisa ihren Namen auf das Bild schreiben könne (sie kann, aber wehe den Kindern, die Emilia-Emmalotte heißen…), ob sie ein paar der Bilder auf dem Buchstabenhaus benennen könne (kein Problem), ob sie bitte einmal einen großen Schaumstoffwürfel würfeln könne, und dann bitte die geworfene Augenzahl aus einer Dose mit farbigen Chips nehmen, noch einmal würfeln und diese Augenzahl von Chips einer anderen Farbe nehmen, und ob sie die Chips addieren könne. (Wie bitte? Addieren? Eine Fünfjährige? Aber klar doch, 5+3, abzählen ist ja erlaubt, und Lisa verzählt sich nur ein bißchen, also klar, machen wir.)

Zuletzt mußte sie eine Bildergeschichte auf Kärtchen in Reihenfolge bringen und nacherzählen. Das löste sie etwas eigenwillig, ein Kind war mit einem Stuhl auf einen Schrank geklettert, um an ein Bonbonglas zu kommen, dann fiel der Stuhl um und das Bonbonglas herunter. Lisas Schluß der Geschichte lautete einfach „und dann sitzt das Kind da.“ – „Und das Bonbonglas?“ – „Ist nicht mehr da.“ (Trifft zu, es war in tausend Scherben zerbrochen…)

Einen Eingangstest hat Lisa allerdings versemmelt: Sie gab der Frau G. nicht die hingehaltene Hand. Das wurde mit einem sehr mißbilligenden Blick bedacht.

Ich finde, daß Lisa sich insgesamt sehr gut gehalten hat, bin sehr stolz auf sie, und jetzt heißt es warten. Bis Februar.

Radfahrerin

Vor etwa einer Woche ist sie zum allerersten Mal im Innenhof der Kita auf Darleens Fahrrad gefahren, heute nun sind wir selbst wieder zum Üben losgezogen, und siehe: es funktioniert, Lisa fährt Rad!

Lisa fährt Rad

Sie hat mehrere Abschnitte zu sicher, na, 50 Meter zurückgelegt, ganz ohne Hand am Sattel und sonstige Tricks. Ist halbwegs geradeaus gefahren, hat ein bißchen gelenkt. Toll!

Vernissage

Im Kindergarten war eine Kunstwoche. Hellauf begeistert haben die Kleinen mit allerlei Materialien experimentiert, Wachsmalfarben mit Holzbeize übermalt, den Stil van Goghs nachgeahmt und einer echten Portraitmalerin bei einer Sitzung zugesehen.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Auch Lisa, deren Feinmotorik nicht eben ihre rühmenswerteste Eigenschaft ist, hat beeindruckende Bilder abgeliefert, z. B. diese:

Wachsfarben mit Holzbeize

Wachsfarben mit Holzbeize

Sonnenblume

Sonnenblume

Bei der van Gogh nachempfunden Sonnenblume fasziniert mich besonders Lisas Detailblick: so hat sie als einzige Blütenblätter mit einer farblich abgesetzten Kontur versehen, wie van Gogh das tat. Außerdem sparte sie nicht mit einer Signatur à la Vincent

Portrait

Portrait