Düsseldorfer Wespen immer fieser!

Gleich zweimal stach eine Wespe Lisa eben, ins Ohr und in die Hand, als sie sie dann verscheuchen wollte, noch obendrein.

Große Tränen, aber glücklicherweise nur sehr kleine Schwellungen. Es war letzens sogar in der Zeitung zu lesen, daß die Wespen in diesem Sommer aggressiver seien – auch Papi hat kürzlich einen Stich abbekommen, und das konnte er bisher noch immer vermeiden.

U9

Mit Abschluß der U9 kriegte Lisa den Stempel für „volluntersucht“ aufzu. Da wir diesmal eine erweiterte Vorsorgeuntersuchung dazu machten, konnten wir uns ein Bild von ihrem Entwicklungsstand machen. Es zeichnet sich ab, was man an der letzten U und einzelnen Gesprächen mit Erzieherinnen im Kindergarten schon sehen konnte: Lisas Fein- und besonders ihre Grobmotorik sind nicht richtig à jour. So ißt sie immer noch nicht richtig mit Messer und Gabel, kann noch nicht Fahrrad fahren, und hat auch sehr wenig Kondition. Mit Eltern-Kind-Turnen und Psychomotorik versuchen wir dies auszugleichen. Daß sie ungern einen Rat annimmt, macht es Lisa dabei nicht leichter, so erfuhren wir kürzlich entsetzt, daß die Erzieherinnen im Kindergarten es inzwischen schlicht aufgegeben hätten, zu versuchen, Lisa die richtige Haltung der Gabel beizubringen.

Mit Lisas Sprachstand und kognitiver Entwicklung war Frau Doktor dagegen mehr als zufrieden, formulierte abschließend, Lisa sei „ein ungemein cleveres Mädchen, das sich manchmal einfach selbst im Weg steht.“ Sie werde wohl sicher nie eine Spitzensportlerin werden, wobei die Kinderärztin unseres Vertrauens eine unnachahmliche Art hat, uns quasi über den Rand einer nicht vorhandenen Brille hinweg anzusehen und zu fragen „und, wie sportlich sind denn Sie?“

Otobar und andere Zaubernummern

OtobarDer Otobar (reimt sich auf Ottokar, das ist zwar etwas müde, kommt mir aber bei jedem Aussprechen wieder in den Sinn) hat nicht nur einen lustigen Namen, er ist auch sonst ein putziges Gerät: es handelt sich um einen Nasenballon. Das ist ein Gerät, das ins Nasenloch gesteckt und durch die Nase aufgeblasen wird – es geht dabei nicht um Spiel und Spaß, sondern eine Verordnung vom HNO. So wird ein Druckausgleich zum Ohr hin geschaffen, und das soll helfen, um einen Erguß in Lisas Gehörgang, der sich dort inzwischen seit über einem Vierteljahr ergießt, abklingen zu lassen. Die ganze Geschichte fing an, als Lisa beim amtsärztlichen Hörtest im Kindergarten auf einem Lauscher ungenügend abschnitt. Wir eilten zum HNO, um zu erfahren, daß es eben einen Erguß gab, und deshalb ein aussagekräftiger Hörtest gar nicht zu machen sei. Mit abwechselnd Nasenspray und Säften bewaffnet, durften wir im Folgenden alle paar Wochen wieder antreten, stets ohne Ergebnis. Andere Mütter meinten trocken „das geht im Winterhalbjahr sowieso nicht wieder weg“, wir fragten uns schon, warum der Ärztin dieselbe Erkenntnis verschlossen bleibt.

Jetzt ist es also Januar, und wir sollen den Otobar versuchen. Lisa ist unmotiviert und hat ihre liebe Not damit. Wir haben es selbst mal ausprobiert – es geht wirklich schwer. Aber das soll es ja auch, es soll ja ordentlich Druck machen.

Ordentlich Druck muß ich jetzt auch bei der HNO-Ärztin machen; wir kriegten den Ottokar nämlich nur auf „Grünes Rezept“. Er kostet mit 6 Euro wahrlich kein Vermögen, trotzdem rief ich meine oft geschätzte Krankenkasse an und erfuhr, ich solle mir von der Ärztin ein normales Rezept ausstellen lassen, das dann zur Apotheke tragen, die müsse sich die Erstattung von der Kasse genehmigen lassen, dann würde die Kasse über die Apotheke das Geld erstatten. Wie bitte? Mindestens drei Wege, diverse Telefonate und vermutlich Porti sind also zwischen diesen vier Eckpunkten mir, der Ärztin, der Apotheke und der Kasse nötig, damit das Geld dahin kommt, wo es hingehört? Die Frage, warum man mir nicht gleich ein rosa Rezept gab, verhallt ungehört vor dem Hintergrund dessen, was man gern administrativen overhead nennt…

Kassen-Wirrwarr

Die Gesundheit unserer Kinder liegt neben uns auch unserer Krankenkasse am Herzen, das zeigt sie uns in Form einer Vielzahl von kindgerechten Angeboten ebenso wie in der Tatsache – allerdings gesetzlich verankert -, daß Kinder mit keinerlei Zuzahlungen behaftet sind, sondern alles übernommen kriegen.

Alles? Oh nein, daß man das nicht wörtlich nehmen darf, mußten wir schon ab und zu erfahren. Da sind die erweiterten Vorsorgeuntersuchungen, Sehtests ohne medizinische Indikation (die Tatsache, daß die Mutter einen Keratokonus hat, eine erbliche Sehstörung, ist anscheinend keine medizinische Indikation).

Und jetzt auch noch eine kleine Odyssee von Fahrtkosten. Im Mai hatten wir nämlich leider einen nächtlichen Anfall von Pseudokrupp, und riefen auf kinderärztliches Anraten den Notarzt. So wurde Lisa nachts mit dem Rettungswagen abgeholt (9,60 € Zuzahlung auch bei Kindern), dann aber „nur“ ambulant behandelt und morgens um 5:00 Uhr wieder entlassen. Morgens um fünf mit einem Kleinkind draußen in Kaiserswerth bleibt einem nichts anderes übrig, als ein Taxi zu rufen, um nach Hause zu kommen (20,50 €, keine Erstattung, weil nur ambulante Behandlung). Da ist man also mit dreißig Euro dabei; im Nachhinein doppelt ärgerlich, weil eben nur ein Rettungswagen gekommen ist, dessen Besatzung uns offensichtlich für hysterisch und unser Kind für nicht ernsthaft krank hielt – wäre ein Arzt gekommen, hätte er die ambulante Behandlung vermutlich auch zu Hause durchführen können.

Einmal mehr möchte ich betonen, daß es sich hierbei um eine Krankenkasse handelt, mit der wir sehr zufrieden sind. Von Freunden und ihren Kassen hören wir noch ganz andere Geschichten, da wird jede weiter gehende Kostenübernahme, sei es Zahnersatz oder Ernährungsberatung (bei Adipositas I) grundsätzlich abgelehnt und erst nach Intervention des behandelnden Arztes doch übernommen oder der geringfügig beschäftigten Ehefrau die Familienversicherung verweigert – hierbei handelt es sich immerhin um einen gesetzlichen Anspruch!

windpockenfrei

Seit gestern ist Lisa wieder für „sicher“ erklärt, und heute geht sie wieder in den Kindergarten. Heute nachmittag darf sie dann gefahrlos zu Bennys Geburtstag – das freut sie natürlich besonders.

Bei ihr war der Verlauf wirklich harmlos, gerade eben 34 Ausschläge habe ich am vergangenen Donnerstagabend gezählt. Keiner juckte sie so, daß ich groß Medikamente auftragen mußte. Jetzt beobachten wir Christian gespannt, der ggf. in diesen Tagen auch loslegen wird, oder eben nicht, wer weiß…

Varicelle – Windpocken – spitze Blattern

Man muß sich ja erst einmal schlau machen, wovor man alles warnen muß. Also, Kinderkrankheiten haben Einzug genommen in unser Haus. Lisa hat die Windpocken. Ist nicht toll, aber auch nicht so schlimm…

Am Wochenende glaubten wir noch an ein paar harmlose Mückenstiche, so schickten wir sie gestern ganz normal in den Kindergarten. Als wir dort dann mittags den Aushang mit der Warnung sahen, wußten wir bescheid. Heute beim Kinderarzt, der es bestätigte. Aber es sei ein milder Verlauf, will sagen, es juckt sie nicht wie verrückt.

Tja, Christian ist dann wohl in 2 Wochen dran.

Schaukeln

Eben saß Lisa noch auf der Schaukel, einen Augenblick später lag sie weinend am Boden. Als wenn das nicht reichen würde, hatte sie einen ziemlich tiefen Riß am Kinn. Unser Doc sagte am Handy, wenn das genäht werden müsse, gingen wir besser gleich ins Krankenhaus.

Also auf dahin, und später am Abend hatte Lisa dann zwei Stiche am Kinn. Und ein Dormicum intus, das es in sich hatte. Sie war ohne motorische Kontrolle, wie eine Betrunkene, und konnte diesen Zustand natürlich gar nicht verstehen. Bis sie einschlief, war es recht hart für uns.

Beule

Gestern abend fiel Lisa bös die Kellertreppe hinunter. Wir waren auf dem Weg zur Waschküche, und sie strauchelte und fiel etwa vier, fünf Stufen tief auf den Betonfußboden, Stirn voran.

Zuerst sah es aus, als sei nichts passiert, sie weinte natürlich, aber die Beule sah harmlos aus. Als wir im dritten Stock angekommen waren, war sie vogeleigroß und sah furchteinflößend aus.

Wir entschieden uns, sie ins Krankenhaus zu bringen. Dort bestätigte sich der Verdacht auf eine Gehirnverschütterung oder gar Schlimmeres aber nicht, und sie wurde wieder nach Hause geschickt. Die Beule war schon zu dieser Zeit wieder auf ein Drittel ihrer Größe zurückgegangen. Heute morgen waren wir zur Nachkontrolle beim Kinderarzt, und der fand auch, es sei alles in Ordnung. Lisa selbst war sowieso längst wieder wohlauf.

Glück gehabt.

Krankengeschichten

Als wenn es nicht reichen würde, daß Lisa mit den Großeltern zu Hause saß während Papi Christian ins Krankenhaus brachte, legte Lisa gleichzeitig auch noch Fieber und Durchfall vor. So verbrachten Lisa und Papi, nachdem denn auch noch die Großeltern abreisten, eine eher unerfreuliche Zeit zu Hause, mit einem Fieber bis zu 40,6° das nicht weggehen wollte, auch nachdem der Stuhl sich längst normalisiert hatte. Wir wissen inzwischen, daß der Grund eine Blasenentzündung war und ist. Obwohl heute das Fieber von selbst verschwunden ist, sagte der Kinderarzt nach der letzten Urinprobe, daß Antibiotika unvermeidlich seien. Die nehmen wir jetzt.