Schulwahl

Es ist so weit, Lisa ist eine „Schulanfängerin“. Das heißt natürlich nicht etwa, daß sie schon in die Schule geht, sondern so heißen die Kinder im Kindergarten ein Jahr lang, bis sie ihn verlassen. Schulanfänger machen allerlei Vorbereitungen und Ausflüge – so waren sie gestern im Abraham-Haus, einer Ausstellung, die die verschiedenen Religionen Christentum, Judentum und Islam vorstellt. Gemeinsam mit den anderen hat Lisa dort ein frisches Brot selbst gebacken.

Für uns steht aber natürlich noch eine andere Entscheidung an: Schulwahl! Seit man in Düsseldorf  die Schulbezirksgrenzen aufgehoben hat, haben wir die freie Auswahl. So besuchen wir fleißig „Elterninformationsabende“ und „Tage der offenen Tür“. Hier die Schulen, die wir uns, teilweise zusammen mit der Nachbarin, deren Tochter auch zur Einschulung ansteht, angesehen haben:

  • Montessorischule am Farnweg – zwar fanden wir den Schulleiter im freien Vortrag unter bewußtem Verzicht auf eine Powerpoint-Präsentation ziemlich überzeugend, ob das Konzept von Maria Montessori aber wirklich das Wahre für unsere Lisa ist, da bin ich mir nicht so sicher.
  • BrehmschuleEvangelische Brehmschule – das wäre unsere konfessionelle Schule, und sie hat auch sehr überzeugende Punkte: so gefällt der neue Gebäudebestand und die „geschmackvoll“ eingerichteten Klassenzimmer (Lisa wollte sofort hier anfangen, weil die Leseecke in den Klassenzimmern so schön ist), und interessant ist das Konzept der integrierten OGS (heißt sicher anders, aber es schwirren einem die Fachbegriffe ja nur so um die Ohren), bei dem vormittags Erzieher am Unterricht teilnehmen und nachmittags Lehrer in den Ganztagsgruppen anwesend sind, aber die Schulleiterin überzeugte uns nicht ganz so sehr. Außerdem ist die Brehmschule die am weitesten Entfernte.
  • GutenbergschuleGutenbergschule – diese Gemeinschaftsgrundschule bietet mit die überzeugendste Präsentation. Der Schulleiter hatte am Informationsabend das ganze Kollegium versammelt und beantwortete im Vortrag vorweg fast alle Fragen, die aufkommen konnten, so daß für die Fragerunde nur die immer gleichen Fragen blieben: „werde ich einen Platz in der OGS kriegen?“ – „Das kann ich Ihnen nicht vor den Anmeldungen beantworten…“ Am Tag der offenen Tür konnte man die Klassen „live“ im Einsatz sehen. Das Gebäude ist ein im Wortsinne etwas altbackenes Backsteinhaus, aber der Zustand ist OK. Sie wird unsere zweite Wahl werden.
  • Carl-Sonnenschein-SchuleKatholische Carl-Sonnenschein-Schule – obwohl wir hier „falschgläubig“ sind, hoffen wir an dieser Schule aufgenommen zu werden. Auch hier wurde uns überzeugend das Angebot präsentiert, ein freundlicher Lehrkörper und ein vor wenigen Jahren erst grundauf neu gebautes Gebäude passen perfekt. Außerdem ist diese Schule die nächstgelegene. Und auch die Nachbarstochter soll da hin, das wäre natürlich super für beide Freundinnen. Am 26. Oktober ist Anmeldung.

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