Malina

Wir wissen inzwischen, daß Sophie, das genau gleich alte Nachbarsmädchen und Lehrerinnentochter, schon eine Menge schreiben kann. Lisa konnte nach letztem Stand gerade einmal an Weihnachten und mit viel Anleitung ihren Namen schreiben.

Inzwischen ist weitere Zeit vergangen, und anscheinend sind Lisas Fähigkeiten von uns eher unbemerkt vorangeschritten. So fragte sie mich heute Nachmittag im Garten „wie schreibt man Malina?“ Malina wird mein Patenkind. Wie ehedem gewohnt, antwortete ich „Em-A-El-I-En-A“ – dabei lernen wir Eltern heute, die Buchstaben phonetisch auszusprechen, es hätte also „Mm-A-Ll-I-Nn-A“ heißen sollen. Egal. Lisa sagte nichts, sondern fragte nach: „und ‚Für Malina‘?“ Ich sagte ihr, daß man dann Ef-Ü-Er davor setzen müsse, und daß ein Ü ein schwieriger Buchstabe sei, wie ein U, nur mit zwei Punkten drauf. Nach der Gartenarbeit werde ich ihr das mal aufmalen, sagte ich noch.

Lisa ging früher ins Haus als ich, und ich hatte das Ganze eigentlich auch schon vergessen. Sie nicht:

Malina

Ganz allein, ohne noch mal jemand zu fragen und ohne weitere Hilfe, hat sie das produziert. Gut, ich bin nicht so blind vor Vaterstolz, nicht zu erkennen, daß da Verbesserungsbedarf besteht… das L und das I sind vertauscht, ein N ist gar nicht im Repertoire (daß ein Buchstabe auf dem Kopf steht, ist in diesem Frühstadium dagegen ganz normal). Aber ich bin schon beeindruckt. Gar nicht blöd, unser Mädchen!

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