Pizza Nonno? Katze! – Sprache und Erziehung

Der Nonno wird sich freuen, denn er kam heute dran: In Janoschs „Häschen hüpf“ hängt an der Wand hinter dem Hasenpapi ein gerahmtes Portrait des bärtigen Familienpatriarchen. Als Papi heute versuchte, Lisa die Relationen der häsischen Familienmitglieder zu erklären, fiel ihr Blick auf dieses Portrait. Ich setzte an: „Und da an der Wand hängt der Großvater…“ – „Nonno!“ Wow. Das erstaunt.

Ansonsten sind neue Worte, im allgemeinen aber nachgesprochene, derzeit immer öfter anzutreffen. „Pizza“ gab es heute mittag, und das konnte sie auf Anhieb perfekt. „Katze“, wovon sie im Augenblick ganz besessen ist, „Hase“, „Mütze“ und „Tasse“ klingen noch alle recht gleich, jedenfalls um den Mittellaut herum. „Auto“ fasziniert sie so, daß wir schon fürchten, allein deswegen eins kaufen zu müssen, und mit „Jacke“ und „Schuhe“, begleitet vom Original, will sie schon morgens um acht aus dem Haus. Mit „mit-mit“ zerrt sie uns durch die Wohnung wohin sie will, mit „das da“ nervt sie am Frühstückstisch genauso wie es im März Alex tat, weil man einfach nicht weiß, was gemeint ist.

Ansonsten erziehen sich die Eltern gegenseitig zu Toleranz. Als Barbara Lisa heute morgen davon abriet, vom Hocker auf den Stuhl zu klettern, erinnerte ich sie daran, wie auch uns eine Woche „Paß auf!“ weniger brachte als ein einziger Fall. Als ich am Abend an der Badewanne versuchte, Lisa wortreich davon abzuhalten, Seifenwasser zu trinken, kriegte ich es prompt zurück. Stimmt: hatten wir damals auch gemacht. Prost.

Ein Gedanke zu “Pizza Nonno? Katze! – Sprache und Erziehung

  1. ciao lisa ich freu mich schon sooooo sehr auf übernächste woche baci nonna

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