Running Dinner

Ein „Running Dinner“ ist ein Menü, das Mehrere zusammen veranstalten, bei dem jeder Gang an einem anderen Ort eingenommen wird. Aber genug der Vorrede…

Es ist Donnerstag. Donnerstags hat Mami ihren Schwedischkurs, und Papi und Lisa bleiben allein zu Haus. Nachdem er vom Einkauf zurückkam, durfte Papi also zunächst Lisas Abendbrei zubereiten. Das geht laut Mami ganz einfach, hat für Papi aber etwas von Harry Potters Zaubertrank-Lektionen bei Professor Snape. Dann Lisa an den Abendbrottisch gesetzt, und begonnen, das Mahl (das ich als gelungen bezeichnen würde) zu löffeln. Nach drei Löffeln hebt ein Wehklagen an, das durch alle üblichen Bespaßungsmaßnahmen nicht zu beheben ist. Moment, wie macht Mami das denn noch gleich? Richtig, abends spielt Lisa meist bis zum Schlafengehen. Und hat dann trotzdem ihren Brei zu zwei Dritteln gegessen. Also wird das Abendessen im Kinderzimmer eingenommen…?

Was jetzt beginnt, ist, nun ja, eben ein „Running Dinner“ – ein Löffelchen in der Kuschelecke, weitergekrabbelt zur Kullerbahn. Schnell ein Löffelchen zwischen zwei Kugeln. Weiter zum großen Eimer mit den Bauklötzen, nur unterbrochen von zwei, drei Löffelchen. Hinterher den zweiten Gang, ein Fläschchen Milch, im Vorbeikrabbeln eingenommen.

Jetzt liegt Lisa im Bettchen, und Papi hat frei. Und es ist tatsächlich eine ordentliche Menge Brei und Milch weggekommen. Das geht also.

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