Alternative Einnahmequellen oder Kinderzimmereintritt und Vergnügungssteuer

Es ist ja nicht so ganz häufig der Fall, daß man als junger Elternteil mal fünf Minuten hat, um dazusitzen und zu reflektieren, oder der jungen Dame beim friedlichen Spielen oder beim Schlafen zuzuschauen, aber es kommt doch immer wieder vor. Seltener noch ist es, daß man sich dann hinsetzt und darüber schreibt.

Aber wenn man das denn tun will, muß man ganz klar sagen: Es ist toll, mit so einer kleinen Familie zu leben, es ist phantastisch, der kleinen Lisa zuzuschauen, es ist sogar absolut vergnügungssteuerpflichtig, sich von ihr an den Haaren ziehen oder die Brille klauen zu lassen, und es sollte definitiv Eintritt kosten, sich dem Wickeltisch zu nähern, auf dem so herrliches Kabarett gegeben wird.

Auch, wenn dort auch viel Mist produziert wird, und manches zähe Ringen um die Oberhand.

Auch noch, wenn es die anderen Augenblicke gibt, die Augenblicke morgens um drei Uhr, wenn man die kleine Madame durch die Wohnung trägt, ihr beim Einschlafen dabei weit voraus ist, die Augenblicke, wenn ein Spuckerchen – das sechsundzwanzigste – ihr das letzte Hemd durchnäßt hat, und Mamis Hose gleich mit. Selbst aus diesen Augenblicken kann man Kraft schöpfen, kann sagen „es ist in Ordnung, daß du das tust, denn du bist klein. Und ich will gern versuchen, dir durch dein kleines Leben zu helfen.“ Und dann erinnert man sich einfach an einen der schönen Augenblicke, und dann fliegt man wieder.

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