Ein schöner Geburtstag oder à propos Naßmachen

Lisa hat ihren ersten Geburtstag hinter sich, und dabei ist sie kaum ein halbes Jahr alt. Und huiii, was für ein Geburtstag!

Schlußendlich hat es wohl allen gut gefallen, aber es war ein aufregender Weg dahin, nicht nur für so ein kleines Kind.

Der Geburtstag ist der von Barbara, und er fing ganz harmlos an, mit einem großen gemeinsamen Frühstück. Er ging auch harmlos weiter, mit dem Versuch von Barbara, ihre Arbeitsstunden trotzdem zu absolvieren.

Dann aber entglitt er ein wenig der Kontrolle, obwohl eigentlich niemand etwas dafür konnte: Die Tessiner Nonne wollten mit Lisa einen Spaziergang unternehmen, um uns ein wenig zu entlasten. Sie waren kaum 5 Minuten weg, da erging sich ein Wolkenbruch erheblichen Ausmaßes, und zwar ohne eine Vorwarnung, die einer von uns hätte lesen können.

So kamen denn sehr kurze Zeit später drei Menschen pudelnaß zurück, im Wortsinne, samt Kinderwagen bis auf die Haut. Es begann ein großes Trockenlegen und gegenseitiges Kleiderausleihen, das zu der witzigen Feststellung führte, daß Martin und ich und Luisa und Barbara jeweils fast genau die gleichen Kleidergrößen tragen können. Lisa jedoch war, obwohl der Regen warm und sie nur durchfeuchtet war, etwas traumatisiert und wollte nur noch kuscheln.

Damit wurde umdisponiert, der Babysitter für den Abend abbestellt (das wäre Meike gewesen, Lisas Taufpatin). An der Stelle des großen Ausgangs wurde ein heimisches Käs’fondue einberufen, viele Kerzen im Wohnzimmer, südafrikanischer Chardonnay, Lisa war schon um acht Uhr direkt nach dem Stillen eingeschlafen. Gegen zehne wachte unsere kleine Demoiselle doch noch auf, wurde aber während des Kaffees wieder in den Schlaf gestillt. Ich denke, es war ein wundervoller Abend, ich hoffe, es denken möglichst viele so.

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